Wir möchten in Seefeld heiraten

 

Trauungen in Seefeld

Falls Sie beabsichtigen, in Seefeld kirchlich zu heiraten, gebe ich Ihnen dazu einige Hinweise, die im Vorfeld bereits zu beachten sind.

Als katholisches Pfarramt sind wir grundsätzlich nur für katholische Trauungen zuständig. Das heißt, dass eine kirchliche Trauung bei uns nur in Frage kommt, wenn zumindest Braut oder Bräutigam der katholischen Kirche angehören, also auch nicht ausgetreten sind.

Für Trauungen anderer christlicher Konfessionen können wir unter Umständen einen Kirchenraum zur Verfügung stellen.

Grundsätzliches:

Die kirchliche Eheschließung gehört im katholischen Bereich zu den sieben Sakramenten und ist daher nicht nur eine nette Zugabe zum Standesamt, sondern stellt die Ehe in direkten Bezug zum Glauben und bedeutet, dass Gott denen seine Hilfe zusagt, die ihre Ehe im Sakrament unter seinen Schutz stellen.

Daher ist im Vorfeld die Frage zu beantworten, was Sie wollen, wenn Sie kirchlich heiraten. Sollte es nur um die schöne Feier gehen, bitte ich Sie, davon Abstand zu nehmen. Das wäre ein Missbrauch des Sakramentes.

 

Ehe konkret:

Da die kirchliche Ehe also mehr ist als eine nette Feier, hat die Kirche damit gewisse Bedingungen verknüpft und auch definiert, was sie unter Ehe versteht bzw. welche Bedingungen zu erfüllen sind, um eine gültige kirchliche Ehe einzugehen.

 

1.Freiwilligkeit. Das bedeutet, dass eine Ehe, die aus Druck oder Zwang geschlossen wird, nicht gültig ist.

2.Umfassende Lebensgemeinschaft. Eine auf bestimmte Zeiten oder Situationen beschränkte Ehe ist nicht möglich.

3.Treue. Wer nicht voll und ganz gewillt ist, die Treue in der Ehe zu leben, schließt keine Ehe im kirchlichen Sinn.

4.Unauflöslichkeit. Die Ehe ist gedacht als Bund für das ganze Leben, ohne Vorbehalte und Bedingungen und ohne zeitliche Beschränkung.

5.Kinder. Zur gültigen Ehe gehört, dass Kinder grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden dürfen. Wenn jemand keine Kinder bekommen kann, wird die Ehe dadurch allerdings nicht ungültig.

6.Sakrament. Dieser Punkt ist bereits oben erwähnt.

 

Dies sind die wichtigsten Inhalte. Sie sind auch, als Fragen formuliert, die entscheidende Passage im sogenannten Trauungsprotokoll, welches vor der Eheschließung zu erstellen ist.

 

Voraussetzungen:

Aus der Definition ergibt sich bereits, dass nicht jede (intime) Beziehung zwischen zwei Menschen eine Ehe im christlichen Sinn sein kann.

In diesem Zusammenhang sind auch die sogenannten Ehehindernisse zu sehen, welche näher definieren, wann eine kirchliche Ehe nicht zustande kommen kann. Ich zähle hier nicht alle möglichen Hindernisse auf, sondern erwähne nur jenes, das am häufigsten Probleme bereitet:

 

Bestehendes Eheband:

Es kommt mittlerweile häufig vor, dass jemand schon verheiratet war.

Der springende Punkt ist die Frage, ob es sich bei der Vorehe um eine kirchlich gültige Ehe handelt. Eine solche besteht nämlich nach kirchlichem Verständnis auf Lebenszeit. Daher ist eine weitere kirchliche Eheschließung nicht möglich.

Eine gültige Ehe ist natürlich die kirchlich geschlossene.

Darüber hinaus betrachtet die Kirche aber auch jene Ehen als gültig, die zwei Menschen, welche zum Zeitpunkt der Eheschließung beide nicht der katholischen Kirche angehört haben, in anderer Form geschlossen haben. In einem solchen Fall ist auch eine standesamtliche Ehe gültig und daher unauflöslich. Folglich stellt sie, auch wenn sie staatlich geschieden wurde, ein Hindernis für eine weitere Eheschließung dar.

Ich weiß, dass das zunächst für Betroffene nach kirchlicher Schikane klingt.

Aber im Grunde steht dahinter nur die an sich positive Feststellung, dass aus kirchlicher Sicht auch Nichtkatholiken gültig heiraten können. Daraus ergibt sich dann aber dieses Hindernis.

Noch komplizierter wird es für jene, die zum Zeitpunkt der ersten Eheschließung aus der katholischen Kirche ausgetreten waren. Da ist mittlerweile die Regelung in Österreich eine andere als etwa in Deutschland. Das genau zu erklären, würde hier zu weit führen.

Es ist also ratsam, sich diesbezüglich bereits im Vorfeld Klarheit zu verschaffen.

 

Konkrete Vorgangsweise:

1. Für jede kirchliche Trauung ist vorher ein Trauungsprotokoll zu erstellen. Dazu ist folgendes zu beachten:

a) Besorgen Sie sich einen NEUEN TAUFSCHEIN (Auszug aus dem Taufbuch). Dieser dient als Nachweis, dass Sie kirchlich ledig sind; er ist erhältlich im Pfarramt, wo Ihre Taufe stattgefunden hat.

b) Nehmen Sie Kontakt auf zum Pfarrer Ihres Wohnortes (Wohnpfarre). Dieser erstellt im Normalfall mit Ihnen das Trauungsprotokoll. Im Ausnahmefall macht dies der Traupriester.

c) Zu diesem Traugespräch nehmen Sie mit:

Die NEUEN TAUFSCHEINE sowie

GEBURTSURKUNDEN;

falls Sie Kinder (unter 18 Jahren) haben, deren GEBURTSURKUNDEN und TAUFSCHEINE (besonders, wenn eine Namensänderung der Kinder geplant ist);

bei VOREHEN die entsprechenden Unterlagen über EHESCHLIESSUNG und SCHEIDUNG;

falls Ihr früherer Ehepartner verstorben ist, die STERBEURKUNDE.

 

2. Für österreichische Paare ist der Besuch eines vorbereitenden Eheseminars vorgeschrieben. Erkundigen Sie sich in Ihrem Pfarramt.

 

3. Für Brautpaare aus dem Ausland:

Bemühen Sie sich frühzeitig um die Erstellung des Trauungsprotokolles in Ihrer Wohnpfarre, da dieses Ihrem zuständigen Bischöflichen Ordinariat vorgelegt werden muss, um die ERLAUBNIS ZUR EHESCHLIESSUNG IM AUSLAND zu erhalten. Dazu gehören auch: „nihil obstat“ und „Litterae dimissoriae“. Ihr zuständiger Pfarrer muss sich darum kümmern. Bitte frühzeitig, da auch das Ordinariat in Innsbruck die Trauungserlaubnis für Seefeld erteilen muss.

 

4. Für Brautpaare, die zwar kirchlich, aber nicht standesamtlich heiraten wollen, ist zusätzlich eine von beiden unterzeichnete schriftliche Begründung erforderlich, warum Sie keine standesamtliche Ehe eingehen wollen. Diese muss auch vom zuständigen Pfarrer bestätigt werden.

 

5. Der Priester, der das Protokoll aufnimmt, hat dafür zu sorgen, dass die Unterlagen weitergeleitet werden. Sie sollten spätestens zwei Monate vor dem Trauungstermin das hiesige Pfarramt oder das Bischöfliche Eheamt in Innsbruck erreicht haben.

Bischöfliches Eheamt d. Diözese Innsbruck

Riedgasse 11

A-6021 INNSBRUCK

 

 

Spezielles für Seefeld:

Aufgrund langjähriger Erfahrung ist es notwendig geworden, gewisse Bedingungen einzuführen, um die oft problematischen Begleiterscheinungen zu minimieren:

Organisation:

Es wird grundsätzlich und ausschließlich nur mit dem Brautpaar selbst verhandelt. Die Organisation der kirchlichen Eheschließung durch „Wedding-Planer“ oder über Hotels wird daher nicht akzeptiert, da dieser Weg über Dritte sehr häufig zu unnötigen Komplikationen führt.

 

Zur Gestaltung der Trauung:

 

Musik:

Es ist inzwischen fast üblich geworden, die kirchliche Hochzeit mit irgendwelchen „Love-Songs“ zu umrahmen. Das entspricht nicht dem Charakter der religiösen Feier.

Es ist daher von vornherein darauf zu achten, dass ausschließlich religiöse Lieder zu verwenden sind. Im Zweifelsfall sollen sich die Musiker mit dem Pfarrer in Verbindung setzen.

Dekoration:

Da die Kirche nicht für die Trauung „vermietet“ wird, unterliegt auch die Dekoration gewissen Grenzen:

Sie wird ausschließlich von unserer Floristin Karin Hofer vorgenommen. Falls Sie besondere Wünsche haben, können sie diese mit Frau Hofer besprechen. Es gibt allerdings keine Garantie, dass diese Wünsche alle erfüllt werden können.

Frau Hofer ist erreichbar unter der Telefonnummer: 0043/664/2346500.

Die Kosten richten sich nach dem tatsächlichen Aufwand. Für den Teil der Dekoration, welcher in der Pfarre weiter verwendet werden kann, übernimmt diese auch anteilsmäßig die Kosten.

Gottesdienst:

Die Trauung findet grundsätzlich im Rahmen eines Wortgottesdienstes statt, ohne Eucharistiefeier und Kommunion.

Jahreszeit:

Im Advent, in der Weihnachtszeit und in der Fastenzeit werden keine Trauungen angenommen. Zudem ist das Seekirchl von November bis April durchgehend geschlossen.

Kosten:

Alle Brautpaare haben 30,- € für die Reinigung der Kirche und Umgebung zu bezahlen (Reis, Blütenblätter...).

Für Seefelder (Braut oder Bräutigam oder beide) ist die Trauung als solche grundsätzlich kostenlos.

Für Auswärtige, die in der Diözese Innsbruck ihren Wohnsitz haben, gilt ein Unkostenbeitrag von € 75,- .

Alle, die aus anderen Diözesen stammen, mögen bitte € 150,- entrichten.

Traupriester:

Trauungen von auswärtigen Paaren werden nur dann angenommen, wenn sie einen Traupriester mitbringen. Bitte achten Sie darauf, dass im Trauungsprotokoll dessen Name, berufliche Funktion und Wohnort angegeben ist.

 

Wenn sie im Vorfeld alles Nötige abgeklärt haben, wenden sie sich wegen des Trauungstermins an das hiesige Pfarramt. Hier erhalten Sie dann für das weitere Vorgehen nähere Informationen.

Dann kontaktieren Sie früh genug, also spätestens ein halbes Jahr vor der Trauung, den Pfarrer Ihrer Wohnpfarre für die weiteren Schritte. Dies muss vor allem dann frühzeitig geschehen, wenn Sie nicht aus der Diözese Innsbruck sind, da in diesem Fall mehrere kirchliche Behörden involviert sind.

 

Mag. Egon Pfeifer, katholischer Pfarrer in Seefeld

 

 
 
 

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